Der beste Weg zur Abfallbeseitigung ist Abfallvermeidung

Der beste Weg zur Abfallbeseitigung ist Abfallvermeidung

Gemischte Abfälle fallen in der Forstindustrie nur noch in kleinen Mengen an, da die Abfallsortierung in den vergangenen zehn Jahren immer effizienter geworden ist. Durch das neue am 1. Januar 2016 in Kraft getretene Abfallgesetz, das die Entsorgung von organischen Abfällen auf Deponien untersagt, sind die Vorschriften für die Abfallsortierung in Finnland noch strenger geworden.

Die beste Option zur Beseitigung von gemischten Abfällen ist es, sie durch sorgfältige Planung und Sortierung gar nicht erst entstehen zu lassen. Die zweite Möglichkeit ist die Erfassung und Sortierung von gemischten Abfällen zur Wiederverwertung. Und die dritte Option ist die energetische Verwertung. UPM hat sich ein weltweites Verantwortungsziel gesetzt, wonach bis zum Jahr 2030 keine Abfälle mehr auf Deponien entsorgt werden sollen. Darüber hinaus werden Abfälle nur noch mit Energierückgewinnung verbrannt. In Finnland wird das Null-Abfall-Ziel in einigen Jahren erreicht sein.

Bei UPM fallen in Finnland jährlich rund 1.500 Tonnen gemischte Abfälle an. Gemischte Abfälle aus Büros und Produktionseinheiten werden routinemäßig sortiert. Bei Metall, Karton, Papier und Bioabfällen erledigen das die Mitarbeiter. Anschließend werden die verschiedenen Abfallfraktionen zu größeren Sammelstellen und von dort zu Wiederaufbereitungsanlagen gebracht. Im Werk Kaukas zum Beispiel gibt es über 30 Sammelstellen. In den Wiederaufbereitungsanlagen der Partner von UPM werden bestimmte Abfallfraktionen zur Wiederverwertung gesammelt und der geeignete Rest zur Energieerzeugung eingesetzt.

„UPMs juristische Verantwortung für die Abfälle endet, wenn sie aus den Werken abtransportiert werden. Es ist jedoch für die Umwelt und für unsere eigenen Ziele wichtig, dass wir wissen, wo und wie die verschiedenen Abfallfraktionen verarbeitet werden", sagt Teemu Puputti, der bei UPM für die Vereinbarungen zur Wiederverwertung von gemischten Abfällen und die Deponieinstandhaltung zuständig ist.

Eine der jüngsten Entwicklungen ist die Sortierung bestimmter Arten von Kunststoffen. Im UPM Raflatac Werk in Tampere wird das Verpackungsmaterial für die Haftmaterialrollen in einem großen Versandcontainer gesammelt. Wenn der Container voll ist, geht er zum Recycling in eine Aufbereitungsanlage

Die geografische Lage ist entscheidend für den Großteil der Kosten

Heutzutage werden Abfälle in Aufbereitungsanlagen meist automatisch und maschinell sortiert. Eine entscheidende Rolle spielt beim Abfallrecycling und der Wiederverwertung die geografische Lage – immerhin 70 % der Kosten entfallen auf den Transport. Das Abfallaufkommen ist je nach Jahr unterschiedlich. Wenn in einem Werk Bau- oder Abrissarbeiten durchgeführt werden, fallen deutliche mehr Abfälle an.

„Bau- und Abrissschutt, Isoliermaterial, Verpackungsabfälle, Ersatzteile, Kunststoffe und Karton sind typische Arten von gemischten Abfällen, die in unseren Produktionsstätten anfallen. Unsere Partner sortieren und gewinnen alle Bestandteile zurück, die wiederverwertet werden können", so Puputti.

In einigen Kraftwerkskesseln können gemischte Abfälle auch verbrannt werden. Der Kessel in der Papierfabrik Tervasaari zum Beispiel wurde mit Rauchgasreinigung ausgestattet, die die Voraussetzung für die Verbrennung von gemischten Abfällen ist.

Werksdeponien werden weiterhin genutzt

Jede UPM Papier- und Zellstofffabrik hat ihre eigene Deponie. In Finnland gibt es rund 15 Deponien, die zwischen ein und sieben Hektar groß sind. Traditionell wurden Deponien zur Entsorgung von Entrindungsabfällen und Asche genutzt. Das Ziel, keine Abfälle mehr auf Deponien zu entsorgen, ist nicht mit einem festen Termin für die Schließung von Deponien verknüpft, aber die Nutzung wird systematisch reduziert.

„Im industriellen Maßstab ist die Vermeidung von Deponieabfällen eine Frage der Kosten. Dass es dafür Lösungen gibt, beweisen unsere Fabriken in Jämsänkoski und Kaipola und unsere Standorte in Deutschland. Ich zweifle nicht daran, dass wir unser Null-Deponieabfall-Ziel erreichen werden", sagt Teemu Puputti zuammenfassend.

Saara Töyssy