Leserinnen bevorzugen Print-Zeitschriften

​Eine Studie der Vereinigung finnischer Zeitschriftenverlage (Aikakausmedia) ergab, dass 75 % aller Leserinnen auch im Zeitalter des Internets nicht auf gedruckte Zeitschriften verzichten möchten. Die Leserinnen von Frauenzeitschriften haben eine starke Bindung zum Medium Print und bevorzugen gedruckte Zeitschriften.

Die Studie wurde im März 2013 in Finnland durchgeführt, mit dem Ziel, das Leseverhalten im entsprechenden Verhältnis zu den zugehörigen Webseiten zu untersuchen. Die Studie sollte aufzeigen, welche Bedeutung gedruckte Frauenzeitschriften und deren Internetpräsenz für ihre Leserinnenhaben und welche Bindung die Leserinnen zum jeweiligen Medium empfinden.

Entspannte Momente mit gedruckten Zeitschriften

Die Studie machte deutlich, dass gedruckte Frauenzeitschriften vor allem deshalb bevorzugt werden, weil sie ein entspanntes Leseerlebnis im sonst so hektischen Alltag ermöglichen. Der Studie zufolge empfinden die Leserinnen Print-Zeitschriften als handlich. Die Befragten gaben an, dass die Haptik von Print-Zeitschriften sowie die Möglichkeit, das Medium zu berühren, zu falten, zu riechen, zu zerschneiden und Notizen darin zu machen, wichtige Gründe für sie darstellen, gedruckte Zeitschriften vorzuziehen. Print-Ausgaben vermittelten im Vergleich zu ihren digitalen Pendants auch den Eindruck einer hochwertigeren Qualität.

Leserinnen von gedruckten Zeitschriften beschrieben das Leseerlebnis folgendermaßen:

„Man kann in den Zeitschriften blättern und diese falten, sie blenden oder flimmern nicht, und man kann sie überall und jederzeit lesen.“

„Es gibt keine plötzlich aufpoppenden Werbeanzeigen, die den halben Text verdecken.“

„Man kann sie überallhin mitnehmen und einfach darin hin- und herblättern. Sie eignen sich gut für eine entspannte Pause.“

Zusammenspiel von Print und Web

Auf den Webseiten der Frauenzeitschriften werden neben den Themen der jeweiligen Print-Ausgabe zusätzliche Inhalte angeboten. Laut der Studie sollten sich die Inhalte der Webseiten an den Bedürfnissen der Print-Leserinnen orientieren, da die Webseiten von Frauenmagazinen keine individuelle Zielgruppe ansprechen - sie werden hauptsächlich von den Leserinnen der Print-Ausgaben besucht.

Experten empfehlen, auf Basis dieser Erkenntnisse neue Werbekonzepte zu entwickeln, bei denen Print- und Webinhalte aufeinander abgestimmt werden. Auf diese Weise können Werber und Herausgeber ihren Lesern ein völlig neues Leseerlebnis bieten, und die Leser genießen die Vorzüge beider Medien. Um dies zu erzielen, sollten Print-  sowie Webinhalte eng miteinander verknüpft sein.




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